Das Ziel ist im Grunde jedes Jahr dasselbe: Die Bundesligamannschaft des TV Refrath möchte sich für das „Final Four“, das Turnier der besten vier Mannschaften Deutschlands, qualifizieren.
In den letzten drei Jahren hat es dazu nicht ganz gereicht, nach einem fünften und zwei sechsten Plätzen in der Abschlusstabelle wurde der Deutsche Meister letztlich jeweils ohne den TV Refrath ausgespielt. Im Jahr 2023 war der TVR letztmalig dabei und belegte in Saarbrücken Rang Drei.
Da die Badminton-Bundesliga in dieser Saison nur mit sieben Teams starten wird, qualifizieren sich die vier bestplatzierten Mannschaften direkt für das Final Four im April 2027, ohne dass vorher ein Viertelfinale gespielt wird.
Das Team des TV Refrath geht ohne große personelle Änderungen in seine 18. Bundesligasaison. Wieder fit und ab dem 1.Spieltag einsatzbereit ist Top-Spieler Fabian Roth, der in der vergangenen Saison verletzungsbedingt kein einziges Spiel bestreiten konnte. Im Herreneinzel vertraut man weiterhin auf den Niederländer Adith Karthikeyan Priya und auf den gebürtigen Berliner Brian Holtschke. Der Däne David Kim ist in diesem Jahr eher als Ersatz eingeplant.
Bei den Herren sind darüber hinaus fünf Doppelspieler im Kader. Der Engländer Alex Green sowie die beiden deutschen Nationalspieler Jan Colin Völker und Malik Bourakkadi gehören dabei zu den besten Spielern in der Bundesliga. Eigengewächs Marcello Kausemann spielt seine zweite Saison erstklassig, hinzu kommt als einzige Neuverpflichtung der talentierte junge Engländer Harry Wakefield.
Auch im Damenbereich setzt Teammanager Heinz Kelzenberg auf bewährte Kräfte: Die Einzeldamen Miranda Wilson und Florentine Schöffski sowie die Doppelspielerinnen Leona Michalski und Selin Hübsch bilden ein Quartett aus vier deutschen Top-Spielerinnen.
Die Saison beginnt mit einem Heimspiel am 27.9. (15 Uhr) gegen den 1.BV Mülheim, es folgt das richtungsweisende Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Wittorf-Neumünster (10.10.). Laut Heinz Kelzenberg hat sein Team dort in der vergangenen Saison „die Teilnahme am Final Four liegengelassen“. Der TV Refrath hofft auf zwei Siege aus den ersten beiden Spielen, bevor es gegen die Meisterschaftsfavoriten aus Dortelweil und Bischmisheim geht.
Text: Heinz Kelzenberg
Foto: Roswitha Honnef
