Das erhoffte Zählbare blieb aus!

Neumünster – Es war Samstag knapp, zu Punkten hat es am Wochenende nicht gereicht: Gegen die starken Gäste 1. BC Wipperfeld (Samstag, 2:5) schrammte BadmintonBundesligist Blau-Weiß Wittorf Neumünster hauchdünn am erhofften Punkt vorbei. Gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim am Sonntag war es beim 1:6 insgesamt klarer.


Wittorf vs. Wipperfeld: Viel knapper hätte es nicht verlaufen können
Der Start gegen die Gäste aus Wipperfürth vor 162 Zuschauern verlief zunächst ausgeglichen: Nachdem Wittorfs dänische Spielerinnen Anna Siess Ryberg/Mette Werge in drei Sätzen unterlegen waren, holte Wittorfs Dänen-Duo Sören Toft Hansen/Mathias Thyrri für den Gastgeber mit einer erfolgreichen Kampfleistung über die volle Distanz den Ausgleich. Wittorfs Bjarne Geiss/Jonathan Dresp waren im Doppel bis zum dritten Satz am Drücker, lagen sie doch mit 2:1 in Front. Aber dann fand die schottische Bruderpaarung Matthew und Christopher Grimley (Nr. 51 der Weltrangliste im Herrendoppel) die besseren Antworten und gewann beide Folgesätze zum 1:2 Zwischenstand. Im Dameneinzel kämpfte Anna Siess Ryberg für Wittorf tapfer gegen Line Hojmark Kjaersfeldt, die aktuelle
Europameisterin im Dameneinzel, unterlag jedoch in vier Sätzen. Überragende Performance im ersten Herreneinzel durch Andi Fadal Muhammad: Der Tscheche in Neumünsteraner Diensten besiegte nach sehr guter Leistung den irischen Weltranglisten32. (!) Nhat Nguyen in vier Durchgängen und verkürzte dadurch auf 2:3 aus Wittorfer Sicht. „Es war mein erstes Duell mit Nhat, sodass ich ganz unbefangen darein gegangen bin. Ich war an diesem Tag solider und habe geduldiger als er gespielt. Das hat den Unterschied gemacht!“, erklärte Andi Fadal Muhammad. Als dann Sören Toft Hansen das zweite Herreneinzel verlor, war die Niederlage besiegelt, aber ein Punkt war noch möglich. Dazu musste das Mixed Thyrri/Werge gewinnen: Es ging in den Sätzen immer wieder hin und her, das Wittorfer Duo führte zwischenzeitlich mit 8:5 im letzten Satz, zog aber am Ende äußerst knapp mit 12:14 den Kürzeren. „Wir haben am Punkt geschnuppert, Wipperfeld war sehr stark aufgestellt. Dennoch hat unser Team eine durchgehend gute Teamleistung gezeigt und sich nicht versteckt. Überragend war unser Andi im ersten Herreneinzel. Auch haben unsere Fans für rund 3,5 Stunden extrem gute Stimmung bis zum letzten Ballwechsel gesorgt!“, meinte Teammanager Ralf Treptau.


Wittorf gegen Saarbrücken-Bischmisheim mit 1:6 Niederlage
Es begann zunächst gut für die Schwalestädter gegen den elffachen Deutschen Mannschaftsmeister: Nach grandioser Leistung zauberten Bjarne Geiss/Jonathan Dresp eine meisterliche Leistung auf das Feld. Sie besiegten Toma Jr. Popov, den aktuellen französischen Vize-Europameister im Herrendoppel, der zusammen mit Marvin Datko spielte, in drei Sätzen 11:6, 11:9, 11:6. Danach bedeuteten die beiden Dreisatzniederlagen im Damendoppel und Dameneinzel den ersten Neumünsteraner Rückstand. Im zweiten Herrendoppel gab es die erste Niederlage für die Paarung Toft Hansen/Thyrri in dieser Saison: In fünf Sätzen verlor das Heimduo gegen Marvin Seidel/Mads Christophersen (neuer Spielstand: 1:3). Im ersten Herreneinzel agierte Andi Fadal Muhammad erneut präsent, sein Kontrahent und amtierender Einzel-Europameister Toma Jr. Popov (Nr. 15 (!) der Weltrangliste im Herreneinzel) spielte nicht wie eher erwartet überragend, sondern lieferte bei seinem Sieg in drei Sätzen eher eine durchschnittliche Leistung ab. Damit war erneut klar: Wittorf war Verlierer dieser Begegnung. Als dann auch das Mixed Werge/Thyrri und zweite Herreneinzel Toft Hansen unterlegen war, zeigte die
Ergebnistafel ein 1:6. „Bjarne und Jonathan fingen für uns im ersten Herrendoppel sehr stark an. Sie haben extrem gut und konstant agiert gegen die Paarung mit dem Vize-Europameister im Herrendoppel. Im zweiten Herrendoppel und im Mixed haben wir uns schon etwas ausgerechnet. Anna fand dieses Mal nicht so in ihr Match. Letztlich waren die Saarländer besser. Wir hatten zwei bombenstarke Gegner an diesem Wochenende!“, sagte Treptau. „Außergewöhnliche Stimmung in Neumünster!“ Der professionelle Moderator Christian Holzmacher („The Voice“) war trotz der sportlichen Neumünsteraner Niederlagen voll des Lobes für die Atmosphäre in der Sporthalle der
Immanuel-Kant-Sporthalle: „Es gab viele tolle Matches mit außergewöhnlicher Stimmung.“

Text: Lennard Jessen

Bild: Fabian Koch

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