REMAGEN. DG. Das Badminton-Team des BC Remagen blickt auf ein anstrengendes Wochenende in Deutschlands Osten zurück. Neben den beiden Spielen in Jena und Leipzig waren knapp 1.000 KM Fahrt zu bewältigen. Samstags gab es in Jena eine ziemlich deutliche 1:6 Niederlage. Lediglich das Damendoppel (Kim Hohenberg/Mascha Strödke) konnte in drei klaren Sätzen überzeugen und holte damit den Ehrenpunkt. Allerdings waren die Sätze in den anderen Spielen teilweise knapper als das Endergebnis vermuten lässt. Insbesondere das 2. Doppel (Thilo Mund/Chiron Wansorra) hatte nach Verlust des 1. Satzes im 2. Durchgang eine gute Siegchance, konnte aber fünf Satzbälle nicht verwandeln und gab diesen mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse 14:15 ab. Auch im 2. Einzel von Leo Johnson witterte der BCR nach 8:11, 10:12, 11:5 und 11:8 im Entscheidungssatz noch seine Chance. Leider lag er da schnell 0:6 zurück und konnte diesen nicht mehr durchbringen. Zwar wussten die Römerstädter, dass es gegen Jena kein Spaziergang sein würde, aber mit einer so deutlichen Niederlage hatte man nun doch nicht gerechnet.
Tags darauf ging es zum Schlusslicht nach Leipzig, hier hatte der BCR schon einen Sieg eingeplant. Im Damendoppel (Hohenberg/Strödke) gab es mit dreimal 11:6 denn auch den erwarteten klaren Sieg, es stand 1:0. Das 1. Doppel (Akash Alok/Oliver Schmidt) tat sich schwer. Nach 6:11, 11:8 und 6:11 lagen die beiden mit 1:2 Sätzen zurück. Im vorentscheidenden 4. Satz lief es nicht, mit 6:11 ging der Punkt an Leipzig. Auch das 2. Doppel (Thilo Mund/Chiron Wansorra) gab sein Spiel in drei knappen Sätzen ab. Und als auch Leo Johnson im 2. Einzel nicht punkten konnte, sah es beim zwischenzeitlichen 1:3 erneut schlecht aus für den BCR. Kim Hohenberg lieferte ein sehr wechselvolles Spiel im Einzel ab. Nach 6:11, 11:5, einem überdeutlichen 2:11 brachte sie den nächsten Durchgang mit 11:6 nach Hause. Entscheidungssatz! Nach anfänglichem Rückstand konnte sie das Match noch drehen und verkürzte mit 11:8 auf Zwischenstand 2:3, ein Hoffnungsschimmer. Für den erhofften Sieg mussten das Spitzeneinzel und das Mixed gewonnen werden. Doch daraus wurde leider nichts. Alok hatte im 1. Durchgang den, Satzgewinn beim 10:8 schon auf dem Schläger, musste sich mit 10:12 aber noch geschlagen geben. Im nächsten Satz lag er anfangs in Führung, konnte diese aber nicht durchbringen. Und im 3. Satz lief dann gar nichts mehr, Zwischenstand 2:4. Jetzt ging es nur noch darum, durch ein 3:4 vielleicht doch noch wenigstens ein Pünktchen mit an den Rhein zu bringen. Mit 11-9 und zwei ganz knappen 14:12 und 12:10, jeweils erst in der Verlängerung, schafften Mascha Strödke/Oliver Schmidt den ersehnten Punkt. Der BCR steht damit auf dem drittletzten Tabellenplatz. In zwei Wochen gehen die Römerstädter erneut auf Reise und müssen in Schorndorf und Offenburg antreten, mit Sicherheit keine leichte Aufgabe.
Text: Detlef Griesbach
Bild: Olivia Kaden
